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News

Qualität statt Proporz!

Mittwoch, 16. September 2009 um 15:07 Uhr

PRO ORF-Demo für unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Initiative Pro ORF

 

Wien – Unter dem Motto „Qualität statt Proporz“ haben Vertreter der parteiunabhängigen, zivilgesellschaftlichen Plattform PRO ORF heute Vormittag eine gemeinsame Protest-Aktion vor dem Parlament veranstaltet. Unmittelbar vor Beginn der parlamentarischen Enquete „Öffentlich-rechtlicher Rundfunk – Medienvielfalt in Österreich“ wurden alle Teilnehmer an dieser Konferenz allerdings nicht nur von den Sprechern der Initiative PRO ORF, sondern auch von einer Riege von Gartenzwergen in Empfang genommen, die es sich unter einem riesigen Transparent mit der Aufschrift „Qualität statt Proporz! PRO ORF“ gemütlich gemacht hatte. Damit verweist PRO ORF darauf, dass jetzt nachhaltige Zukunftskonzepte statt Schrebergarten-Mentalität und Postenschacher benötigt werden.

Aktivisten von PRO ORF verteilten Flugzettel mit den Forderungen der Plattform an die Besucher der Parlamentsenquete zur Lage des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Weiters überreichten die Demonstranten den Parlamentsgästen auch Bananen, um ihnen damit, gerade vor dieser wichtigen heutigen Veranstaltung, die Gefahr einer Zukunft als Medien-Bananenrepublik zu verdeutlichen - sollten nicht alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus seiner gegenwärtigen Notlage heraushelfen.

Die wichtigsten dafür notwendigen Maßnahmen sind für die Initiative PRO ORF folgende:

  • die Aufrechterhaltung eines umfassenden ORF-Leistungsspektrums,
  • die Einhaltung des Prinzips der Unabhängigkeit,
  • keine Weisungsrechte für die Bundesregierung,
  • eine rasche wie auch nachhaltige Strukturreform durch den ORF selbst und
  • die Absicherung der wirtschaftlichen Basis des Unternehmens.

Der ORF muss vor parteipolitischem Einfluss und Privatisierungsvorhaben geschützt und als öffentlich-rechtlicher Rundfunk nachhaltig gestärkt werden. Durch bisherige politische Einflussnahme verursachte Probleme dürfen keinesfalls als Argumente für diverse Privatisierungsversuche herhalten. Sie sollten vielmehr als Anlass für eine unabhängige Strukturreform dienen, die auch tatsächlich von innen heraus gestaltet werden kann.

Ein wirtschaftlich und politisch unabhängiger öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist nicht nur für die Initiative PRO ORF von zentraler Bedeutung, spiegelt er doch nicht zuletzt die demokratiepolitische Wirklichkeit einer Gesellschaft wider. Eine Verengung des Meinungsspektrums auf rein kommerzielle oder parteipolitische Interessen ist dagegen in hohem Maß undemokratisch und somit auch eine große Gefahr für die gesamte gesellschaftliche Entwicklung.

   

Public Lecture "Rundfunk der Gesellschaft"

Donnerstag, 10. September 2009 um 12:00 Uhr

freiraum uni_wien

Der FreiRaum und das
Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien

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PUBLIC LECTURE

em.Univ.Prof. Dr. Wolfgang R. Langenbucher
ao.Univ.Prof. Dr. Fritz Hausjell

„RUNDFUNK DER GESELLSCHAFT“

Zur Zukunft öffentlich-rechtlicher Medien


am Dienstag, 15. September 2009, 19 Uhr
Universität Wien, Hauptgebäude (Dr. Karl Lueger-Ring 1), HS 16

Nicht nur im Vorfeld der parlamentarischen Enquete zum ORF am 17. September 2009 stehen gegenwärtig Fragen zur Kommunikationsqualität in der Gesellschaft im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

Die Folgen der Banken- und Spekulationskrise treffen die Medienbranche in dramatischem Ausmaß: Weltweit, europaweit und auch in Österreich gerät Qualitätsjournalismus unter massiven Druck: Zeitungssterben in den USA, drastische Budgetkürzungen und der Abbau von redaktionellem Personal in europäischen Medienkonzernen sowie der Versuch österreichischer Verlagshäuser und Medienunternehmen, den Journalisten-Kollektivvertrag zu umgehen, sind alarmierende Anzeichen: Ist Qualitätsjournalismus in Gefahr? Gefährden die rigorosen Sparmaßnahmen der Medienbranche die redaktionelle Arbeit von JournalistInnen? Wird die Krise der Banken zu einer Krise des Journalismus und damit zu einer Krise der politischen Kultur?

Öffentlich-rechtliche Medien waren bisher ein Rückgrat für die Versorgungsgarantie und für Qualitätsstandards in Information und Unterhaltung. Zu fragen ist also:

  • Wie können öffentlich-rechtliche Medien in Zukunft ihren gemeinwohlorientierten Auftrag erfüllen?
  • Welche Rahmenbedingungen sind dafür notwendig?
  • Welche - europäische - Vision bietet der überwiegend gebührenfinanzierte Rundfunk für die Zukunft?

Em.Univ.Prof. Dr. Wolfgang R. Langenbucher und ao.Univ.Prof. Dr. Fritz Hausjell behandeln in einer öffentlichen Vorlesung die aktuellen Szenarien der Medienentwicklung und skizzieren Perspektiven für die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Europa. MedienexpertInnen, JournalistInnen und Publikum sind im Anschluss an die Vorlesung zu einer Diskussion eingeladen.

Unterstützt wird diese Veranstaltung von der Aktionsplattform „Pro ORF“, die neben der politischen und ökonomischen Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch eine kontinuierlich hohe Programmqualität einfordert.
   

Pressekonferenz: Gemeinsam für einen unabhängigen ORF!

Freitag, 19. Juni 2009 um 12:00 Uhr

Am 22.06.2009 fand im Presseclub Concordia die Pressekonferenz "Gemeinsam für einen unabhängigen ORF!" statt.

Die Vertreter der Initiativen für den ORF informierten über gemeinsame Vorhaben.

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